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Wie sich die deutschen Profis bei den US Open schlugen

Die Grand-Slam-Turniere sind vorbei. Der Nebel ist verflogen und Rafael Nadal und Roger Federer holten je zwei Grand-Slam-Titel. Es keimte Hoffnung, dass ein deutscher Spieler bei den US Open weit kommen könnte. Lass uns schauen, wie sich die deutschen Spieler so geschlagen haben..

Alexander Zverev

Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev erlebte enttäuschende US Open, er verlor gegen Borna Coric 3-6, 7-5. 7-6, 7-6. Die Niederlage war umso ärgerlicher, da fünf der Top-11-Spieler fehlten. Zverev war mit Roger Federer der zu dieser Zeit erfolgreichste Spieler und man konnte erwarten, dass er seine Marke beim Grand-Slam setzen würde. Trotz des Ergebnisses rangiert Zverev nun auf Rang vier in der Welt, sein höchstes Karriere-Ranking. Um aber die Top-3 zu brechen, muss er bei den großen Turnieren erfolgreicher und schlicht besser spielen..

Mischa Zverev

Sein älterer Bruder Mischa Zverev machte es besser und erreichte die vierte Runde. Er verlor gegen Sam Querrey in drei Sätzen. Im Vorfeld zu diesem Match war Zverev überrascht das sein Bruder nicht mehr dabei war. Das aggressive Spiel in der dritten Runde gegen John Isner erinnerte an John McEnroe.

Philipp Kohlschreiber

Philipp Kohlschreiber erreichte ebenfalls die Runde der letzten 16 und verlor gegen Roger Federer in drei Sätzen (6-4, 6-2, 7-5). Während dem Turnier erzählte Kohlschreiber über die Entwicklung des Tennis und wie es heute ist. “Vor ein paar Jahren gab es die großen vier bei den Grand-Slams: Djokovic, Federer, Nadal, Murray… Bei diesen US Open können dagegen viele Spieler weit kommen und sich für die ATP-Finals qualifizieren. Das Feld ist komplett offen. Die Qualität ist immernoch sehr hoch, aber die Spieler sind andere. Dies mag auch am Alter liegen.”

Veteran Dustin Brown erreichte die zweite Runde und gewann zunächst gegen Thomaz Bellucci 6-4, 6-3, 6-2. In der zweiten Runde verlor er gegen den an elf gesetzten Roberto Bautista Agut 6-1, 6-3, 7-6 (7-3). Dies war das zweite Mal, dass Dustin eine zweite Runde bei den US Open erreichte (das erste mal war 2010). Obwohl er nicht so hoch im Ranking steht ist er aufgrund seines Spielstils einer der Fanlieblinge auf der Tour.

Brown’s nächstes Match findet beim Challenger in Szczecin, Polen gegen den Ukrainer Artem Smirnov statt. bwins Tennis Analyse sieht Brown vorn mit Quoten von 1.55 zu Smirnov’s 2.25. Brown’s Erfahrung auf der höheren ATP-Tour ist der Grund für diese Verteilung der Quoten. Zu Jahresbeginn erreichte er das Viertelfinale des Turniers in Frankreich, wo er gegen Marin Cilic in verlor, Nummer eins des Turniers und Nummer 5 im World-Ranking. Smirnov hingegen spielte ausnahmslos Challanger und spielte gegen keinen Top-10-Spieler. Auch dies ist ein Grund Brown als Favoriten zu sehen.

Das deutsche Tennis wartet auf den großen Grand-Slam-Triumph. Die US Open zeigten, dass Talente wie Alexander Zverev sich erstmal auf der großen Tennisbühne durchsetzen müssen. Aber was nicht ist kann ja bald werden.

Autor

Marco ist Mentaltrainer und interessiert an allem, was zwischen den Ballwechseln in deinem Kopf abläuft. Wenn er mal nicht schreibt, dann analysiert er auf YouTube alte Matches von Stefan Edberg.

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